07 novembre 2008

Einspruch!

Nein, ich ernähre mich nicht selbst mit schlechtem Gewissen. Ich habe ein schlechtes Gewissen, weil ich mich nicht selbst ernähre. Ich will auch nichts weiter als "etwas" können, was mir eine Existenzgrundlage verschafft. Ich will nicht Erfüllung durch gesellschaftlich annerkannten Erfolg, ich will nur Erfüllung fühlen, weil ich einfach bin. Aber genau das geht nicht. Ich bin zum arroganten Alltagsinvaliden erzogen worden, habe 20 Jahre lang Schulen besucht, während mir alle etwas von "Elite" eingeredet haben. Ich habs nie geglaubt, aber es prägt. Stattdessen sehe ich, dass in der Welt wo ich leben müsste ich zum Abschaum gehöre. Und in einer anderen zu überleben kann ich nicht. Ich kann mir mein Essen schlichtweg nicht selbst verdienen, weder als Akademiker noch als Handwerker. Und ich habe - im Moment zumindest - keine Freude an meinem eigenen Bewusstsein, meinen Gedanken, meinen Gefühlen. Meine Welt ist nunmal nicht die physikalische Wirklichkeit (falls es so etwas überhaupt gibt) sondern das Konstrukt meines chemiegeplagten Gehirns.

Ich bin ein Esel ohne Karotte, jedoch mit schwerer imaginärer Last ;-)

Posté par arschblog à 00:29 - Commentaires [0] - Permalien [#]


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